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SozPäd-Movies

Abgefahren (1995)

Deutscher Titel Abgefahren
Originaltitel Abgefahren
Genre, Produktionsland/-jahr Jugenddrama, Deutschland 1995
Regie Uwe Frießner
Drehbuch Uwe Frießner
Wichtigste Darsteller und (Rollen) Susanne Bormann (Pattie), Pierre René Müller (Sven), Philipp Dümcke (Fabian), Ilona Schulz (Mutter), Eduard Burza (Olaf)
Sozialpädagogisches Arbeitsfeld Jugendprobleme/Jugendhilfe
Inhaltsangabe "Dem Road-Movie von Uwe Frießner gelingt es, mit den bewährten Mitteln der Sozialreportage das Leben junger desillusionierter Menschen in Berlin zu erfassen." (www.3sat.de)
Die 13jährige Pattie, die zusammen mit ihrer Mutter und deren derzeitigem Freund Olaf in einer Berliner Plattenbausiedlung wohnt, lebt in zerrütteten Familienverhältnissen. Geschrei und Gewalt gehören zur Tagesordnung.
Pattie gehört einer Jungenclique an, zu der sich auch ihr 15jähriger Freund Sven zugehörig fühlt. Pattie und Sven verbringen die Abende damit, Autos aufzubrechen und sich Verfolgungsjagden mit der Polizei zu liefern.
Zu Beginn des Filmes werden die beiden Jugendlichen von der Polizei festgenommen. Weil Pattie noch keine 14 Jahre alt ist, kann sie von ihrer Mutter auf der Polizeistation abgeholt werden. Die Mutter ist sehr aufgebracht, stellt Pattie zur Rede und schlägt sie. Sven darf erst am nächsten Tag gehen. In der Schule erzählt er Pattie und den Jungs, dass er im Gefängnis Kontakte nach Polen geknüpft hat. Er möchte nun Autos klauen und sie anschließend dorthin verkaufen. Pattie ist zunächst dagegen, willigt allerdings in sein Vorhaben ein, als sie erfährt, dass ihre Mutter der Versicherung Schadensersatz für die beschädigten Autos leisten soll. Weil Pattie genau weiß, dass ihre Mutter den Forderungen nicht nachkommen kann, versucht sie mit Sven, durch weitere Autodiebstähle Geld zu sammeln. Dadurch können sie den entstandenen Schaden selbst bezahlen. Von nun an klauen sie jeden Abend Autos und Pattie versteckt das Geld in ihrer Matratze. Ihre Mutter schöpft Verdacht und weiß keinen anderen Rat, als Pattie jeden Abend in ihr Zimmer zu sperren. Aber das stellt für die 13- Jährige kein Hindernis dar.
Als Pattie eines Abends nach Hause kommt, ist ihr gesammeltes Geld weg. Olaf hat es genommen und ihre Mutter verlassen. Am nächsten Abend werden Pattie und Sven erneut wegen Autodiebstahls festgenommen. Ihre Mutter droht, Pattie ins Heim zu geben, woraufhin das Mädchen davonläuft und bei einem Schulfreund, Fabian, unterkommt.
Sie knüpft selbst Kontakt zu der Polenbande und klaut im Alleingang. Nachdem sie dafür 20.000 DM erhalten hat, will sie den Versicherungsschaden bezahlen. Dazu benötigt sie jedoch den Ausweis ihrer Mutter. Als sie zu Hause ankommt, findet sie die Mutter erhängt vor.
Dorothe Günsche
Sozialpädagogische Filmkritik ---

© 2006 Lehrforschungsprojekt "SozPäd-Movies", FB Angewandte Sozialwissenschaften - FH Dortmund