| Deutscher Titel | City of God |
| Originaltitel | Cidade de Deus |
| Genre, Produktionsland/-jahr |
Drama, Brasilien 2002
2:00 Std., FSK: ab 16 |
| Regie | Fernando Meirelles, Kátia Lund |
| Drehbuch | Bráulio Mantovani, nach dem gleichnamigen Roman von Paulo Lins |
| Wichtigste Darsteller und (Rollen) |
Alexandre Rodrigues (Buscapé), Alice Braga (Angélica), Leandro Firmino (Löckchen), Seu Jorge (Mané), Phellipe Haagensen (Bené), Douglas Silva (Dadinho), Jonathan Haagensen (Cabeleira), Matheus Nachtergaele (Karotte) |
| Sozialpädagogisches Arbeitsfeld |
Jugendprobleme (Armen-Ghetto, Kriminalität, Drogen, Peer-Group) |
| Inhaltsangabe |
Fernando Meirelles Film „City of God” spielt in der „Cidade de Deus”, einer der Favelas Rio de Janeiros und beruht auf
wahren Begebenheiten. Das Ghetto-Drama erzählt die Geschichten Buscapes (Alexandre Rodrigues) und Dadinhos (Leandro Firmino da Hora)
inmitten der Slums umgeben von Drogenhandel und Gewalt. Der Film beginnt mit einem Fest, bei dem ein Huhn aus seiner Schlinge entwischt. Die Gäste, allesamt Gangster, jagen nun mit Waffen hinter diesem Huhn her und treffen auf den überraschten Buscape (Alexandre Rodrigues). Dieser sieht sich auf einmal konfrontiert mit den Gangstern auf der einen Seite und der plötzlich auftauchenden Polizei auf der anderen. Darauf ein Schnitt – 1968: Die „City of God“ ist eine Siedlung für die Obdachlosen nach einer großen Überschwemmung, weit weg von der Postkartenidylle der Copacabana. Gewalt und Armut sind an der Tagesordnung. Hier leben die „Wild Angels“, eine kleine Gang deren Mitglieder Marecco (Renato de Souza), dem Bruder von Buscape (Louis Otavio), Alicate (Jechefander Suplino) und Cabeleira (Jonathan Haagensen), sowie den beiden kleinen Jungen Dadinho (Douglas Silva), der von allen Löckchen genannt wird und Bene (Phellipe Haagensen), dem Bruder von Cabeleira, ihre Zeit mit Überfällen und dem Konsum von Drogen verbringen. Löckchen überredet die anderen, ein Bordell zu überfallen. Dieses endet jedoch in einem Blutbad und die „Wild Angels“ werden von der Polizei gesucht. Danach fehlt von den Mitgliedern jede Spur. Es folgt wieder ein Schnitt – 1977: Buscape ist der Fotograf seiner Clique und die „City of God“ hat sich gewandelt. „Das Apartment“ ein Drogenumschlagplatz wechselt ständig die Besitzer, die meisten werden erschossen und die Polizei geschmiert, bis Karotte (Matheus Nachtergaele) kommt, der sämtliche Geschäfte übernimmt. Doch dann kommt Locke (Leandro Firmino da Hora) in „das Apartment“. Jetzt wird die Geschichte von Locke erzählt. Es stellt sich heraus, dass Löckchen für das Blutbad in dem Bordell verantwortlich war. Er hat die Lust am Töten entdeckt. Im Laufe der nächsten Monate macht er mit seinem Freund Bene etwas Geld. Schließlich fällt ihm Buscapes Bruder Marecco zum Opfer und noch viele andere Menschen. Ein paar Jahre später, mit 18, ist Löckchen ein gefährlicher Killer und er und sein Freund Bene (Michel de Souza) sind die gefürchtesten Gangster des Viertels. Aus Löckchen wird Locke. Locke bringt alle Dealer des Viertels um und übernimmt deren Geschäfte. Außer dem von Karotte, einem Freund von Bene. Locke wird zum Boss des Viertels und sorgt für Ordnung. Nur die „Zwerge“, eine Gang von Kindern begeht weiterhin Überfälle. Um gegen die Zwerge vorzugehen zwingt Locke einen kleinen Jungen einen gleichaltrigen Jungen zu erschießen. Auch Buscape will mit seinem Freund eine Gangster-Karriere einschlagen, jedoch scheitern sie und bleiben ehrlich. Bene, Lockes bester Freund, hat seine große Liebe gefunden und beschließt mit ihr das Viertel zu verlassen. Er ist im ganzen Viertel beliebt und gibt deshalb auch eine große Abschiedsparty, die er am Ende jedoch nicht überlebt. Nach der Party zieht Locke wutentbrannt mit seiner Gang los und vergewaltigt die Frau von Mane, „dem Stecher“ (Seu Jorge), einem ehemaligen Soldaten, vor dessen Augen und tötet die Hälfte seiner Familie. Dies war jedoch ein großer Fehler, denn dieser schließt sich Karotte an, den Locke schon längst loswerden wollte. Daraus entwickelt sich ein Krieg in der „City of God“, äußerst brutal und grausam, in dessen Verlauf es immer mehr Opfer und Täter gibt. Selbst kleine Kinder werden bewaffnet und ermordet. Bei einem der Kämpfe wird Mane verhaftet und gelangt so auf die Titelseiten der Zeitungen. Dieser Ruhm passt Locke natürlich gar nicht. Also holt er Buscape, um Bilder von ihm und seiner Gang zu machen. Die Bilder landen zufällig auf der Titelseite der Zeitung und somit bekommt Buscape den Auftrag noch mehr Bilder zu liefern. Während dessen kommt Mane aus dem Gefängnis und Locke rüstet sich zum Finalen Kampf. Dann kommt wieder ein Schnitt und der Film ist wieder in der ersten Szene, bei dem Fest angelangt. Und Buscape steht wieder zwischen den Fronten. Doch die Polizei macht sich aus dem Staub. Stattdessen tauchen Karotte und seine Gang auf und ein gnadenloser Kampf beginnt. Mane stirbt dabei, Karotte und Locke werden verhaftet. Kurze Zeit später wird Locke wieder freigelassen. Er soll seine Geschäfte weiterführen. Doch plötzlich tauchen die „Zwerge“ auf. Locke wird von ihnen hingerichtet und Buscape macht dabei das Foto, das seine Karriere einleitet. Er nennt sich jetzt Wilson Rodriguez, Fotograf. Doch in der „City of God“ ist nichts in Ordnung. Die „Zwerge“ haben das Viertel übernommen… Klaas Borgschulte |
| Sozialpädagogische Filmkritik |
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